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Reife Weißweintrauben hängen an der Pflanze in der Sonne.

La Mondotte – ein kleines Juwel aus Saint-Émilion

La Mondotte zählt zu den außergewöhnlichsten Weingütern von Saint-Émilion. Mit nur rund 4,5 Hektar Rebfläche ist das Gut ausgesprochen klein – und gerade diese Konzentration auf wenige Parzellen trägt zu seinem besonderen Charakter bei. Die Weinberge liegen auf dem östlichen Kalksteinplateau von Saint-Émilion. Ton- und kalkhaltige Böden bieten hier hervorragende Voraussetzungen für Merlot und Cabernet Franc.


1971 erwarb Joseph-Hubert Graf von Neipperg La Mondotte gemeinsam mit Château Canon La Gaffelière. Seit 1985 führt Stephan von Neipperg die Bordeaux-Weingüter der Familie. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte der Jahrgang 1996: La Mondotte erhielt einen eigenen Keller und wurde fortan als eigenständiger Spitzenwein ausgebaut. Der kleine Betrieb entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem international gesuchten Namen.


Im Weinberg stehen heute überwiegend Merlot-Reben, ergänzt durch Cabernet Franc. Die Trauben werden von Hand gelesen, die Produktion liegt im Durchschnitt bei lediglich rund 11.000 Flaschen pro Jahr. Seit dem Jahrgang 2014 ist La Mondotte zudem biologisch zertifiziert.


Stilistisch verbindet La Mondotte die Kraft und Fülle reifer Merlot-Trauben mit der Frische und mineralischen Prägung seines Kalkstein-Terroirs. Das Ergebnis sind konzentrierte, komplexe und langlebige Saint-Émilions, die eindrucksvoll zeigen, welches Potenzial in einem winzigen Weinberg stecken kann.

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