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Großaufnahme von Weinflaschen in dunklen Regalen, horizontal gestapelt.

Reichsrat von Buhl – Riesling mit Geschichte

Im pfälzischen Deidesheim zählt das Weingut Reichsrat von Buhl zu den traditionsreichsten Häusern der deutschen Weinkultur. Seine Geschichte beginnt am 25. August 1849: Nach dem Tod von Andreas Jordan wurde dessen Weinbesitz geteilt und daraus unter anderem das heutige Weingut Reichsrat von Buhl gegründet. Bereits im 19. Jahrhundert genossen die Weine internationales Ansehen. So wurde 1869 bei der Eröffnung des Suezkanals Riesling von Buhl ausgeschenkt – damals gehörten die Weine zu den teuersten der Welt.


Heute bewirtschaftet das Gut rund 56 Hektar Rebfläche in den Spitzenlagen der Mittelhaardt. Besonders prägend sind die Weinberge in Deidesheim, Forst und Ruppertsberg. Mehr als die Hälfte der Rebfläche ist als VDP.Erste Lage oder VDP.Grosse Lage klassifiziert. Zu den bekannten Lagen gehören unter anderem Forster Ungeheuer, Freundstück, Pechstein, Jesuitengarten und Kirchenstück. Im Mittelpunkt steht der Riesling, der in den Grossen Gewächs-Lagen ausschließlich angebaut wird.


Charakteristisch für Reichsrat von Buhl ist die Verbindung von Tradition und zeitgemäßem Weinbau. Die Weinberge werden seit 2009 nach den Richtlinien der EU-Öko-Verordnung bewirtschaftet. Dabei steht der Gedanke im Vordergrund, den Charakter von Boden, Lage und Jahrgang möglichst unverfälscht in den Wein zu übertragen. Alte Gutskeller und moderne Kellertechnik ergänzen sich dabei.


Reichsrat von Buhl steht damit für ausdrucksstarke Pfälzer Rieslinge, deren Stil stark von den besonderen Terroirs der Mittelhaardt geprägt wird – ein Stück deutscher Weingeschichte, das bis heute lebendig geblieben ist.

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